Gezielte Maßnahmen für eine energetisch optimierte Beleuchtung von Büros, Produktions- und Lagerräumen sowie Außenanlagen können sich durch die zum Teil erheblichen Einsparungen bei teurem Strom sehr schnell amortisieren. Für die Energieeffizienz einer Beleuchtungsanlage sind folgende Faktoren relevant: Lichtausbeute der eingesetzten Lampen, Bauart der Leuchten und Art der Lichtlenkung, Reflexionsgrade der umgebenden Raumflächen sowie die Raumgeometrie. Durch eine bedarfsgerechte Regelung kann die Beleuchtung nicht nur energetisch sondern auch hinsichtlich der Nutzung optimiert werden.
Im Wesentlichen kommen drei Lampenarten zur Anwendung: Glühlampen, Gasentladungslampen (Leuchtstoff- und Hochdrucklampen) und zunehmend auch elektronisches Licht (LED). Die Lampen mit der höchsten Lichtausbeute sind übrigens Natrium-Niederdruck-Dampflampen. Ein Leuchtmittel sollte immer der Nutzung entsprechend gewählt werden, da Faktoren wie Lichtstärke, Lichtfarbe sowie Lichtlenkung und -streuung sich auf das Lichtempfinden des Menschen sehr unterschiedlich auswirken.
Beim Vergleich des Stromverbrauchs von Leuchtstofflampen müssen die Vorschaltgeräte mit berücksichtigt werden. Hier kommen drei Typen zum Einsatz: konventionelle (KVG), verlustarme (VVG) und elektronische (EVG). So benötigt zum Beispiel eine 58-W-Dreibanden-Leuchtstoffröhre zusammen mit einem KVG eine Anschlussleistung von 71 W, bei einem EVG verringert sich diese auf 55 W. Das sind 22% Energieeinsparunng. Gleichzeitig kann bei Bedarf auch eine Dimmfunktion integriert werden.
Weitere Optimierungschancen bieten Umbauten und Renovierungen. Wenn in den Arbeitsräumen nicht die gesamte Höhe für die Produktion oder Arbeit genutzt wird, sollten die Leuchten so tief wie möglich gehängt werden. So kann die Zahl der benötigten Lampen deutlich gesenkt werden. Eine Verringerung der Leuchtenhöhe um 20% spart bei angepasster Lichtstärke ebenso viel Strom ein. Eine durchdachte Optimierung der Beleuchtungstechnik ermöglicht Einsparungen von bis zu 65%.