Druckluft ist die mit Abstand teuerste Energieform - zehmal kostenintensiver als Strom. Umso wichtiger ist neben einer effizienten Erzeugung der möglichst sparsame Einsatz und die Wartung der Anlagenteile und Rohrwege. Der Druckluft-Energieverbrauch kann in folgenden Einsatzbereichen vorliegen: Druckluftwerkzeuge, Druck-, Spritzgieß-, Verpackungs- und Textilmaschinen sowie pneumatische Antriebe, Steuerungen und Förderanlagen. Im Bereich der Druckluft gibt es oftmals erhebliche Potenziale: bedarfsgerechte Bereitstellung, Nutzung der Abwärme, Leckagebeseitigung sowie verbesserte Kompressorsteuerung.
Die Steuerungen von Kompressorstationen bieten interessante Einsparmöglichkeiten: Optimierte Regelungen können Reduktionen von bis zu 20% erreichen. Mit über-geordneten Steuerungen lässt sich darüber hinaus durch Druckabsenkung und bessere Koordination ein weiteres energetisches Einsparpotential von bis zu 15% ausschöpfen.
Das Druckluftverteilsystem ist eine Energieleitung, die möglichst verlustfrei Druckluftenergie transportieren soll, also mit möglichst geringen pneumatischen Widerständen, optimaler Luftmenge und Luftqualität. Es ist jedoch üblich, dass in einem vernachlässigten Druckluftrohrsystem Leckagen von bis zu 30% und Druckabfälle von bis zu 2 bar bestehen. So werden bis zu 50 % der eingesetzten Energie sinnlos vernichtet. Die Sanierung einer alten oder nicht mehr bedarfsgerechten Druckluftverteilung kann sich schon innerhalb kürzester Zeit "rechnen".
Das Energiekonzept für den Bereich Druckluft ist nicht als abgeschlossene Einheit zu betrachten, sondern muss vielmehr in Verbindung mit Wärmerückgewinnung gesehen werden. Der hohe Energieeinsatz bei der Drucklufterzeugung ist auf die unerwünschte Wärmeentwicklung zurückzuführen. Genau diese entstehende Abwärme kann ggf. zur Raumbeheizung, Warmwasserbereitung oder für die Unterstüzung der Prozesswärme genutzt werden.
Ganze Sachen machen. |